Vita

Herbert Moizisch, Initiator und Bandleader der Gruppe Tat Twam Asi


vitaMeiner musikalischen Vita möchte ich vorausschicken, dass ich auf diesem Gebiet weitgehend Autodidakt bin und zeitlebens in der Amateurliga spielte. Dennoch bin ich ein kreativer Musikbesessener, einer, dem ständig Melodien durch den Kopf gehen – von denen manche so hartnäckig sind, dass am Ende ein Musikstück daraus entsteht.
Als Kind sang ich im Schulchor und im Kirchenchor, brachte mir im Teenyalter selbst das Gitarrenspiel bei. 1964 - der treffende Begriff „Roaring Sixties“ war noch nicht geboren, im Alter von 17 Jahren, gründete ich meine erste Band, schrieb die ersten Songs und gehörte mit meinem Gesang einige Jahre zu den „Röhren“, auf die sich der Begriff beruft. Mit ihrer rebellischen Musik machte die Truppe lokal Furore und schrieb ein Stück Zeitgeschichte, über das ich Ende 2007 in der ARD-Sendung „Unsere Sechzigerjahre“ berichtete. In den Siebzigern war ich einer der zahlreichen gesellschaftskritischen Singer-Songwriter, die, nur mit Akustikgitarre bewaffnet, auftraten. In den Achtzigern zog es mich jedoch wieder zur Band und damit auch zum mehrstimmigen Gesang. Eine große Hilfe beim Schreiben von Songtexten war das Lehrbuch einer bekannten amerikanischen Songwriterin mit dem schönen Titel „How to write great lyrics“, das ich lange Zeit nicht aus der Hand legte und nahezu auswendig lernte. In den Neunzigern war abermals mehrstimmiger Gesang angesagt, diesmal in einer Oldie-Coverband, in der es u.a. um den anspruchsvollen Satzgesang von Crosby, Stills and Nash ging. Zudem spielte ich einige Jahre in einer Sambagruppe, wo ich viel über Rhythmik lernte und mich mit zahlreichen Trommeln und Percussions vertraut machte. Dort war ich ebenfalls als Sänger gefordert, lernte lange Liedtexte in einem afro-brasilianischen Kauderwelsch, was ich am Ende so gut rüberbrachte, dass mir die zuhörenden Brasilianer begeistert auf die Schultern klopften. Bis dahin war ich noch weitgehend ohne Noten ausgekommen. Beim Gitarrenspiel benutzte ich Tabulaturen. Als ich mich 2006 dazu entschloss, ein Programm mit einem kleinen Chor auf die Beine zu stellen, war es sowohl an der Zeit für einen Crashkurs in Sachen Notenscheiben als auch im Umgang mit einem kniffeligen digitalen Aufnahmeprogramm, das mir die fantastischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters im Audiosektor auf den heimischen Bildschirm zauberte.

Fortan konnte ich nach Lust und Laune beispielsweise MIDI-Drumspuren, Strings und gewünschte Audiospuren einspielen und auf eine neue CD hinarbeiten. Nachdem 2008 die Band komplett und die Vokalgruppe stabil war, begann ich mit den Aufnahmen für die nun vorliegende Debut-CD.

An dieser Stelle danke ich allen ehemaligen Sängerinnen, Sängern und sonstigen Mitbegleitern, die es mir ermöglichten, meine musikalischen Ideen zu verwirklichen und dem Projekt „Tat Twam Asi“ zur Geburt verhalfen.

Dass ich heute spirituelle Lieder schreibe, entspringt meinem Bedürfnis, Harmonie zu schaffen und Weiterentwicklung zu fördern, was mich beruflich zu einem Lebensberater und spirituellen Coach machte. Im Vergleich zu den wilden Protestsongs der jungen Jahre sind meine heutigen Kompositionen meditativer. Dennoch geht es in meiner Musik nicht ohne rockige Elemente, antreibende Rhythmen und Power, von der ich hoffe, dass sie möglichst lange anhält und mich weiterhin beflügelt.


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